• 28. Feb - 01. März 2020
  • Messezentrum Salzburg

Aktuelle Pressemitteilung

Tracht & Country 2019 in Salzburg

Mit mehr Content, Look & Feel und Social Media in die Zukunft

DIE MODISCHEN TRENDS:

Aus der Tradition kommend, dem Neuen zugewandt, von Verantwortung getragen

(c) Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

SALZBURG (3. September 2019). – Gleich mit drei parallelen Fachmessen startete Reed Exhibitions im Messezentrum Salzburg in die Messe-Herbstsaison 2019. Vom 30. August bis 1. September ging nicht nur die Tracht & Country - Home of Alpine Lifestyle - in Szene, orts- und zeitgleich fanden auch die creativ - Die Stadt der Ideen, Österreichs einzige Ordermesse für die Geschenkartikel-, Wohnaccessoires- und Lifestylebranche, sowie erstmals die Feuer & Rauch, die Branchenfachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf, statt.

Auf der Tracht & Country präsentierten 192 Aussteller*) aus dem In- und Ausland ihre Kreationen für die Frühjahrs- und Sommersaison 2020 - von authentischer Tracht und kreativen Neuinterpretationen über hochwertige Mode, feinste Woll-, Walk- und Strickwaren bis hin zu alpiner Freizeitbekleidung und Accessoires. Darunter waren auch zahlreiche Newcomer und neue Labels bzw. Firmen wie Carbn GmbH, Coma - Schmuckdesign, EYDL OG, Franz Simm, KOPKA e.K., LOTTA LEBEN, Malz am Hals, shoe.com GmbH & Co. KG, Stonerock Design GmbH oder josef + anna.  Knapp die Hälfte der 3.345 Fachbesucher war aus dem benachbarten Ausland, vor allem aus Deutschland, zur Tracht & Country nach Salzburg angereist.

Erstmals mit Innatex Showroom Salzburg

Ein neues Highlight bot die Kooperation zwischen Tracht & Country und Innatex.  Der Innatex Showroom Salzburg (innatex.muveo.de/showroom/salzburg/) war erstmals mit 20 Ausstellern, die 30 Marken repräsentierten in die Tracht & Country integriert worden.

Während die Tracht & Country als international bedeutendste Fachmesse der Trachtenmode und des alpinen Lifestyles gilt, ist die Innatex in der Fachwelt als internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien bekannt. Sie findet seit 1997 zweimal jährlich, jeweils im Winter und Sommer, in Hofheim-Wallau bei Frankfurt am Main statt. Seit mehr als 10 Jahren ergänzen Showrooms in Bern und in Salzburg das Portfolio des Messeveranstalters Muveo GmbH, die Innatex-Ausstellern die Chance bieten, sich regional zu präsentieren.

Die nunmehrige Zusammenarbeit von Tracht & Country und Innatex erwies sich für alle Beteiligten auf Anhieb als echte Win-Win-Situation. „Unsere 20 Aussteller haben sich beim ersten INNATEX Showroom im Rahmen der Tracht & Country Messe sehr wohl gefühlt“, berichtete Alexander Hitzel, Projektleiter Innatex bei Muveo, zu Messeschluss: „Die angenehme Atmosphäre in unserer eigenen Area in Halle 1 wurde von Beginn an von den Besuchern der Messe interessiert angenommen. Wir konnten neben den Bestandskunden unserer Aussteller nun auch eine nennenswerte Zahl an Neukunden an den Ständen verzeichnen. Der Showroom hatte für uns einen erfreulichen Start und wir danken dem gesamten Messeteam der Tracht & Country herzlich für die freundliche Aufnahme in das Messeportfolio. Wir freuen uns auf eine Fortführung der Kooperation im Frühjahr 2020.“ Auch bei Reed Exhibitions gilt die Fortführung der Kooperation als beschlossene Sache.

 

Flower-Power auch auf der Tracht & Country

„Blumenwiese“, das Editionsmotto der Pre-Show der Tracht & Country (Anm.: im Juli d.J.), setzte sich auch in der Inszenierung der Tracht & Country-Herbstausgabe fort und zauberte Sommer, Leichtigkeit und Frische in die Messehallen, bis hin zu den Modeschauen, die täglich jeweils um 11:00 und 14:00 Uhr in Halle 1 von mehr als zehn Top-Labels präsentiert wurden.

 

Branchenabend als lockeres Get2gether

Sommerlich erfrischend wurde es auch beim traditionellen Branchentreffen zum Ausklang des ersten Messetages, der als unkonventionelles Get2gether gestaltet war. Dabei wurden den Ausstellern und Fachbesuchern im Foyer der Halle 1 und im Freien Drinks und Snacks geboten, umrahmt von feiner Musik - lockeres Networking in gemütlicher Atmosphäre. Reed Exhibitions hatte damit auf die Wünsche der Aussteller reagiert, sie und ihre Kunden nicht mit einem fixen Programm, sondern einem lockeren Chillout „abzuholen“.  

Oliver Rauh mit „Tracht goes Social Media“

Am Samstagnachmittag wurde den Messeteilnehmern ein besonderes Highlight geboten. Der Trachten-Influencer, Pro7 Juror und Fashion Mind (Director) Oliver Rauh trat in Halle 1 zum Thema „Tracht goes Social Media“ im lockeren Talk mit Gesprächsgästen auf. Inhaltlich drehte es sich um den Nutzen und Vorteil von Social Media und dessen praktische Einsatzmöglichkeiten, wie man am besten seine Zielgruppen erreicht. Aus den Reaktionen des Fachpublikums ging hervor, dass Social Media längst bei den Firmen angekommen ist. Allerdings ergab sich dabei ein breites Motivationsspektrum, das von intuitiv bis strategisch reichte.

Signalwirkung für die Zukunft der Tracht & Country

Aus Sicht von Reed Exhibitions haben contentgetriebene Ad on‘s durchaus Signalwirkung, wie Dietmar Eiden, bei Reed Exhibitions für B2B-Messen verantwortlicher Managing Director, betonte: „Wir wollen die Tracht & Country in Zukunft stärker aufladen, zusätzlich zur präsentierten modischen Leistungsschau mit noch mehr mit Content, Look & Feel und modernen Kommunikationsmedien wie Social Media anreichern“.

Besucherbefragung mit positivem Feedback

Das mit haushohem Abstand größte Besucherkontingent stellten laut Besucherbefragung Trachtenmoden-Einzelhändler, gefolgt vom Großhandel, von Onlineshops, Handelsagenturen, Kaufhausketten und Sportmoden-Boutiquen.

Mit der Messe selbst zeigten sich 84,4 Prozent der Befragten sehr zufrieden. Neun von zehn Befragten sagten, vom Messebesuch profitiert zu haben, und 93 Prozent wollen die Tracht & Country weiterempfehlen. Vier von fünf Befragten gaben an, neue Produkte und/oder Anbieter entdeckt zu haben; fast zwei Drittel hatten den Messebesuch gleich zu Einkäufen und Ordererteilungen genutzt. Sieben von zehn Befragten (69,6 %) wollen auf Basis des Messebesuchs zu einem späteren Zeitpunkt ihre Dispositionen treffen.

DIE MODISCHEN TRENDS:

Aus der Tradition kommend, dem Neuen zugewandt, von Verantwortung getragen

Ein Novum, das eigentlich gar keines ist, wird der Trachtenbranche nun bewusst: die Nachhaltigkeit. Seit jeher setzt Tracht auf natürliche Stoffe wie Baumwolle, Leinen, Hanf, Seide, Wolle von Schaf bis Lama, Alpaka und Kaschmirziege – in den vergangenen Jahren zunehmend unter dem Aspekt der Qualität und Echtheit. Diese Kriterien gewinnen in Zeiten von Klimadebatten und finden Betonung in vorwiegend jungen Kollektionen, die sich derartige Eigenschaften unübersehbar aufs Banner schreiben.

Die lebendige Trachtenmode findet immer wieder ihre Feinheiten, ihre Details, die jeder Saison den Stempel des Neuen aufdrücken und dennoch im Kern das Wesen der „Ur-Tracht“ erhalten, andeuten oder im erweiterten Sinn etwa vom Dirndl auf das nostalgisch-moderne Sommerkleid der 1950er Jahre hinweisen.

Im Mittelpunkt: Das Dirndl

Das Dirndl in seiner unverkennbaren Urform bleibt im Mittelpunkt der vielfältigen Trachtenkollektionen, maskulin begleitet von Lederhose im klassischen wie im modisch adaptierten Stil.

Sanfte Schlichtheit kennzeichnet das Dirndl in der Mehrzahl, in jeder Hinsicht – Farbbild, Musterungen, Verzierungen. Wer hingegen das „aufgebrezelte Wies’n-Dirndl“ für Oktoberfest & Co wünscht, findet auch dies: kurzes Röckchen, zuckersüße Farben, reichliche Dessinierungen, Spitzen, Borten, Glanzverschnürungen.

Von Salbeigrün und zartem Schimmer

Doch – bei aller betonten Jugendlichkeit – ist das Dirndl für Frühjahr/Sommer 2020 „erwachsen“ geworden, wie sich an präsentierten Modellen ablesen lässt:

Eine der Lieblingsfarben ist Salbeigrün, gerne kombiniert mit sanftem Rosé, auch mit zurückhaltendem Altrosa. Sonniges, nicht grelles Gelb setzt Akzente, etwa zu beliebtem Grau. Aufgehelltes Himbeerrosa korrespondiert mit dunkleren Beerentönen, so wie auch kräftigeres Grün sich einmischt, in neuerem Smaragdton, der mit weißgrundigen Blumenprints einherkommt.

Interessant gerade bei den zurückhaltenden Farben: Der Glanz. Dieses Schimmern scheint den einst vielfältigen Dessinmix zu ersetzen, denn man sieht viele Unis, teils für das Mieder, teils für den Rock, aber auch für das gesamte Dirndl. Die Musterung beschränkt sich auf die Schürze mit feinen Webstreifen.

Schwungvoll oder hochgeschlossen

Die Dekolletés werden einerseits mit femininem Schwung gezogen, ohne ausladend zu werden, eine Vielzahl der Dirndl setzt auf hochgeschlossene, teils in schmaler V-Form geschnittene Fassonen. Bei großzügigeren Ausschnitten ist zumindest die Dirndlbluse meist hochgeschlossen. Alternativ sieht man Dirndln ohne Bluse oder mit Mini-Blüschen, deren Ärmel zu einem hervorblitzenden Spitzenstreifen verkleinert sind. Apropos: Der rüschige Petticoat hat Modepause, dennoch gab es auch den schlichten Unterrock – eher schüchtern – hervorblitzend.

Interessant ist das gehäufte Auftreten sehr traditioneller Spenzerjacken, mit Taillenbetonung durch mehrfache Faltenlegung am rückseitigen Schößchen. Kurze Strickspenzer und Taillenjacken in Strick, in zarten Maschenmustern und auch wieder mit aufgestickten, farbigen Blümchen, ergänzen an kühlen Tagen.

Knappe Lederhosen für schlanke Damen

Die junge Trachtenmode hat die Pants fest im Griff: kurze Lederhosen mit Latz, sehr knappe Pants aus diversen, anliegenden Qualitäten wie Jersey oder in Jeansoptik, ausgestattet mit Stickereien in traditioneller Formgebung und in aufgepeppten Varianten, etwa mit Stickerei in Rot und Pink, hüpfen ins Auge. Schlanke Bermudas bilden eine Alternative. Dazu trägt frau knappe Blusen, gerne sommerlich ärmellos, auch im Lingerie-Look, mit Netzgewebe über einer Corsage.

Durchdachte Lederhosen für „Ihn“

Wenn ein Mann glaubt, er könnte mir Opas alter Lederhose Furore machen, irrt er. Denn das moderne, gut tragbare, komfortable und das Auge lenkende Lederhosen-Styling ist unerreicht, ganz zu schweigen vom vorbildlich gegerbten Leder hochwertiger „Krachlederner“. Schaut man die Lederhosen von heute an, so sehen sie auf den ersten Blick aus „wie immer“. Aber: Neben dem charakteristischen Türl überzeugt ihr wirklich raffinierter Schnitt (Raffinesse gilt also nicht nur für Dirndlschnitte), mit schlankem Bein, der Saumabschluss liegt an der Außenseite des Oberschenkels tiefer als auf der Innenseite, was optisch das ganze Mannsbild „streckt“, die Einfärbungen decken eine Naturpalette von hellgrau bis dunkelbraun ab, meist mit „Patina“, künstlich unter Verzicht von Opas Gebrauchsspuren, statt Hosenträgern gewährt ein Gürtel mit fescher Schnalle sicheren Halt. Stickereien bieten Spielfelder an: von althergebracht bis zu vielen neuen Motiven, wie kletternde Gämse oder größtmöglicher Doppeladler.

Bikershirts, Edeljersey und Deutschleder

Neben vertrauten Oberteilen fallen bei den Druckmotiven, ob zeitgemäß oder nicht oder im Kontrast zu Klimadebatten oder nicht, etliche Fahrzeuge, rustikale Motorräder und Szenen von Autorennen der 50er Jahre auf.

Für den eleganten, trachtenaffinen Sportsman bieten sich der Blazer in Jersey oder Cord an, auch Cordhosen im Zimmermannsstil, kurze und lange Hosen in „Deutschleder“, einem robusten Alltagsgewebe aus Baumwolle, mit dazugehörenden schwereren Jacken.

Die hohe Mode mit trachtigem Bezug

Für Damen-Kollektionen, bei denen der Begriff „Mode“ vor dem der „Tracht“ steht, gelten zwei Längen: sehr kurz oder lang, am trendigsten wadenlang, bei glockig ausgestellter Linie, wobei der ausgestellte knieumspielende Bordürenrock noch gerne mit den taillierten Trachtenjacken kombiniert wird. In diesem Bereich finden auch intensives Limone, sattes Rot, Fuchsia und glänzender Lavendelton ihre farbliche Bestätigung. Wichtig wie immer in der Tracht sind die Details, wenn auch dezent: hochwertige Knöpfe, aufwändige, aber unaufdringliche Paspeln, Borten, Spitzenvorstöße.

Junge Designer: Hanf, Alpaka, kurze Wege

Gerade bei jungen Designern, Produzenten und Verkäufern fällt der Gedanke der globalen Verantwortung auf. „Hanf ist so unfassbar ökologisch“, schwärmt ein Anbieter, „man braucht 1000 Mal weniger Wasser als Baumwolle in Produktion und Anbau, keine Pestizide, er wächst wie Unkraut und ist klimaunabhängig“. Die Tüten sind aus Maisstärke, selbst die Bestuhlung des Messestandes besteht aus Hanf. Und die Produktion? Erfolgt in China, „ja, weil die können es, natürlich unter dem Motto Fair Wear.“

Nachhaltigkeit in stylischer Umsetzung

Andere bringen Alpaka-Strick in über 30 Farben für praktische, gut verkäufliche Kleinteile wie Mützen, Puls- und Hüftwärmer auf den Markt. Zertifiziert? „Das ist bei freilebenden Alpakas nicht möglich, weil die Tiere wie seit jeher im nicht eingezäunten Freiland weiden und somit ihr Futter nicht kontrollierbar ist.“ Aber die gesamte Verarbeitung und Weiterbehandlung erfolgt nach weitgehend ökologischen Erfordernissen, also ein rundum naturnahes Produkt.

Ein Team junger Leute setzt auf kurze Wege, nachhaltige und nachwachsende Materialien, weist alle Zulieferer geografisch aus, angesiedelt zwischen Allgäu und Oberitalien. „Wir wollen keine Super-Trendsetter sein, sind trendorientiert aber nicht trendgebunden“, so lautet eine Devise, die eine alpine Richtung in Naturstoffen inklusive Tencel, der Baumfaser, entstehen lässt.

Der Trend und das Bemühen sind unübersehbar: Nachhaltigkeit punktet, in Gestaltung und Material, nicht nur bei den Jungen. Und die Tracht konnte es doch immer schon. (+++)

 

Weitere Informationen unter www.trachtsalzburg.at bzw. www.trachtsalzburg.at/presse.

*) Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

 

Reed Exhibitions Österreich

Reed Exhibitions Österreich ist eine Tochter des in London ansässigen Reed Exhibitions Konzerns (RELX-Group), der als einer der weltweiten Marktführer im Messe- und Veranstaltungsgeschäft in mehr als 40 Ländern tätig ist. Zur österreichischen Firmengruppe gehören Reed Exhibitions Messe Salzburg, Reed Exhibitions Messe Wien, Exklusivbetreiber der Messe Wien, und STANDout, eines der Top 20 europäischer Messebau-Unternehmen. Reed Exhibitions Österreich ist mit ~370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Salzburg, Wien, Linz, Wels und Düsseldorf tätig.

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