• 1. - 3. März 2019
  • Messezentrum Salzburg

Aktuelle Pressemitteilung

S C H L U S S B E R I C H T

Jubiläum: 100. Tracht & Country in Salzburg Alpine Lifestyle-Power mit X-Faktor

Die MODETRENDS: Trachtenmode – immer wieder neu entdeckt

© Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

 

 

222 nationale und internationale Aussteller sowie rund 3.500 Fachbesucher aus dem In- und Ausland +++ Weltweit bedeutendste Fachmesse für alpinen Lifestyle +++ Trendmodenschauen +++ Gelungener Jubiläums-Branchenabend +++ Die Mode-Trends Frühjahr/Sommer 2019 +++

SALZBURG (3. September 2018). – Es sollte ein Jubiläumsfest werden und es wurde eines. 222 heimische und internationale Aussteller* präsentierten bei der 100. (!) Ausgabe der von Reed Exhibitions veranstalteten Tracht & Country im Messezentrum Salzburg ihre Neuheiten und Kollektionen für die Frühjahrs- und Sommersaison 2019. Die geballte Neuheitenschau des alpinen Lifestyles nutzten vom 31. August bis 2. September exakt 3.504 Fachbesucher, darunter auch Einkäuferdelegationen aus dem Ausland, was insgesamt einem Besucherplus von 5,3 Prozent entspricht.  

Mix aus Tradition und kreativer Moderne

Die Jubiläumsausgabe der Tracht & Country hat eines gezeigt: Die Leitmesse der Branche besitzt gewaltige Power mit dem gewissen X-Faktor. Das liegt zum einen an den hochwertigen und vielschichtigen Kollektionen der Aussteller, zum anderen an der stylishen und zugleich eleganten Inszenierung auf hohem internationalem Niveau. Das Erfolgsgeheimnis dahinter: Die Branche versteht es, aus Tradition und kreativer Modernität ein modisch ebenso breites wie attraktives und innovatives Angebot zu kreieren, aus dem jeder Fachhändler ein auf die individuellen Wünsche seiner Kunden abgestimmtes Sortiment zusammenstellen kann.

Internationale Leitmesse mit starker Wirkung

Mit ihrer Jubiläumsausgabe hat die Tracht & Country erneut ihren Rang als internationale Leitmesse des alpinen Lifestyles eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit einem Anteil von rund 50 Prozent Internationalität in Bezug auf Fachbesucher und Aussteller ist sie im Portfolio von Reed Exhibitions jene Fachmesse mit dem höchsten Internationalisierungsgrad - und zugleich als eines der weltweiten Aushängeschilder des österreichischen Fachmessewesens. „Aufgrund dieses Status‘ bewirkt die Tracht & Country nicht nur in ökonomischer Hinsicht, sondern auch imagebezogen einen erheblichen Zugewinn für Salzburg, ja, für ganz Österreich“, bekräftigt Dietmar Eiden, Managing Director b2b-Messen von Veranstalter Reed Exhibitions Österreich.

Clara Wiltschke als neue Category Managerin

Clara Wiltschke, die ab nun das Category Management der Tracht & Country vom langjährigen Verantwortlichen, Mag. Wilfried Antlinger, übernimmt, weiß, „dass die Latte bei dieser Aufgabe hoch liegt. Andererseits kann ich auf die hervorragende Arbeit meines Kollegen aufbauen. Ich werde gemeinsam mit den Ausstellern und meinem Team das Thema behutsam, aber konsequent in ein Outfit überführen, das bewährte Elemente mit neuen, jungen Ideen stimmig kombiniert“.

Im Zeichen der Zeitreise zwischen der 50jährigen Vergangenheit und ihres Weges in die Zukunft stand auch der Tracht & Country-Branchenabend am ersten Messetag. Fast 500 Gäste – Aussteller, hochrangige Vertreter der Bundes-, Landes- und Stadtpolitik sowie der Wirtschaftskammer - nahmen die Einladung an. Zu den Highlights des Messeprogramms gehörten auch die Modenschauen von jeweils dreizehn teilnehmenden Labels, die sich zweimal täglich in Halle 1 präsentierten.

Volle Kraft voraus - Tracht & Country 2019

Die volle Konzentration von Clara Wiltschke und ihrem Team gilt ab sofort den nächsten Branchenterminen. Dies ist zunächst die Pre-Show Tracht & Country Premiere am 22. und 23. Jänner 2019 in der brandboxx Salzburg, gefolgt von der Frühjahrsausgabe der Tracht & Country, vom 1. bis 3. März 2019 im Messezentrum Salzburg.  

DIE TRENDS:

Trachtenmode – immer wieder neu entdeckt

Wie auf der Tracht & Country üblich, bieten die professionellen Modenschauen einen kompakten Überblick über die Trends der aktuellen Saison – so standen für Frühjahr/Sommer 2019 wieder die Evergreens – Dirndl & Lederhose – im Mittelpunkt. Aufs Neue wird Traditionelles durch feine Adaptierungen dem Heute angepasst, neue Interpretationen von Freizeit, Alltag und Festlichkeit halten Einzug, gezielte Details setzen Akzente und scheinbar kleine Ideen können sogar neue Silhouetten schaffen.

Neue Silhouetten

Der schlichte Dirndl-Stil wird fortgesetzt. Ganz typisch: Ärmellos, hoch zum Hals reichend mit spitzem Schlitz am Dekolleté, der Rock in flache Falten gelegt, die Schürze angereiht oder in alter Machart per Hand „gestiftelt“. Nun gibt es Dirndl, deren Schulterpartie verschmälert ist und wer will, kann eine weiße Bluse darunter ziehen. Neu ist die Dirndllinie mit Andeutung eines kleinen angesetzten Ärmels, der die Schulter optisch verbreitert und somit die ohnehin typische X-Silhouette der meist knieumspielenden Dirndl stärker betont. Auch manche Dirndlblusen haben diese kecken „Ärmelchen“ und vertreten diese Linie. Andere Dirndlblusen haben kleine Puffärmel oder lange schmale Ärmel, man sieht auch Tüll und Spitzengewebe, doch überwiegend zurückhaltend, ohne Pathos. Alternativ dazu: Corsagenkleider, die mit einer Schürze zum Dirndl werden. Drüber passt, für den festlichen Auftritt, ein kleines Cape.

Wieder entdeckt: Mille fleurs Drucke

Die Farbpalette umfasst in großer Schattierungsbreite Blautöne von Hell bis Dunkel, ohne grelle Ausreißer. Grau kommt mit Rosé oder Apricot ins Spiel, Natur mit Schwarz, Grün oder Blau. Breit ist die Staffelung von Beerentönen und Aubergine, die nun den Sommer erobern, allesamt in gedämpften, wie „überstaubten“ Nuancen. Neben einigen großen Blumendrucken, etwa Rosen auf Weiß oder Schwarz, dominieren kleine Trachtenblümchen, zarte Tupfen, feine Streifen, Webmusterungen im gleichen Farbton.

Ganz wichtig und wieder wie neu: Mille fleurs-Dessins, mehrfarbige Blümchen, dicht über den Stoff gestreut, am liebsten auf hellen Eierschalenton oder auch auf dunklem Fond oder Oliv – die Kombination erfolgt oft durch Uni-Paspelierungen und Uni-Schürzen, häufig in Grün. Dichte Streublümchen sieht man auch in zwei Farben, etwa Hellblau auf Mittelblau, Hellgrau auf Taubengrau oder in stärkerem Kontrast Royal auf Zyklame. Trachtig, fast nostalgisch, gehen Rot, Weiß und Grün neue Beziehungen ein, etwa kleine Karos mit Motivüberdrucken wie springende Hirsche oder einzelne Blumen. Bei den Stoffen, das gilt auch für das Blusenangebot, fallen Webmuster mit Überdrucken und nun auch mit einzeln gesetzten Stickmotiven auf, etwa kleine bunte Ananas auf blau-weißem Streifendessin.

Luftige Kleider für ganz heiße Tage

Figurale Druckmuster bringen phantasievolle Szenerien für Blusen und Kleider: Da spazieren Rehe durch den dichten Wald, Giraffen unter Savannenbäumen und Kakteen stehen in der Wüste.

Eine besondere Rolle spielt das Kleid. Es ist, im Unterschied zum Dirndl, ungefüttert und somit ideal an sehr heißen Tagen – wohl unter dem Eindruck des Hyper-Sommers 2018. Hier tut sich eine kreative Schatztruhe auf: Vom Dirndlkleid, das leicht den Körper umspielt, mit Ärmeln, die aufgekrempelt werden können, bis zum luftigen Hängekleid (das Dessin mag an Tracht erinnern) bis zu blumigen Smok-Kleidern.

Feminine Details

Was nach Bluse plus Rock mit Schärpe aussieht, kann ein Mustermix-Kleid sein. Taillenbetonung durch Schärpen, Gürtel und vor allem Bindegürtel mit Schleife gehören zum modischen Auftritt, ob beim Kleid oder Rock, der ausgestellt knapp übers Knie reicht oder glockig wadenlang in die Weite schwingt. Zu den Blusen kommen nun einfache Modelle mit gezogenem, rund eingefasstem Ausschnitt. Solche und ähnliche „Bauernblüschen“, zusammen mit einem weiten Rock, haben Filmgeschichte geschrieben: 1950er Jahre, Italien, Sophia Loren ... feminin, raffiniert, aber eher nicht „balkonette“ dekolletiert.

Feminin ist auch die kleine Masche über der Quetschfalte einer Damenjoppe, feminin sind die Schößchen der geprägten Samtjacke mit grüner Loden-Kontrastmanschette, feminin sind die Mieder und Spenzer, die wieder zurückführen zur urigen Dirndlform, sich aber gleichermaßen mit Rock (=Dirndl-Zweiteiler), mit Jeans, Shorts und Lederhosen kombinieren lassen. Körpernahe Stretchjacken (eventuell aus Glitzer-Gitterleinen) reichen nur wenig über die Taille, ihre Ärmel schwingen trompetenförmig aus, eine markante Silberschließe ist zentraler Blickfang.

Feine Masche und Materialmix

Sommerstrick begleitet durch kühlere Tage: Cashmere in intensiven Farben inklusive Neon, teils knallig akzentuiert, sportiv und klassisch. Kurze Jäckchen in feinen Strukturen passen zu Dirndln, farblich abgestimmt. Auch ein kurzes (Kunstpelz-) Cape kann ein festliches Dirndl wärmend und optisch verfeinern. Interessant: Materialmix bei Strickjacken: Der Stehkragen aus Stoff ist mit Borten, Stickereien und Perlen verziert.

Materialmix ist ohnehin en vogue: Unterschiedliche Materialien für Vorder- und Rückenpartien – klassisch bei Gilets, nun aber auch bei Loden-/Strickjacken oder bei Wanderjacken mit funktionalem Rücken-Technostoff und Strickärmeln, oder florale Lampassen seitlich an der Lodenhose, Blumerlrüschen entlang des Ausschnittes einer angewalkten Jacke oder am Rocksaum.

Neues von der Lederhose

Lederhosen sind nicht nur Männern vorbehalten, das ist nicht neu. Auch Damen und vor allem Girlies wählen Lederhosen in unterschiedlicher Länge, von Bermudas bis zu knappen Pants. Dass die Lederhose, zumindest ihr klassisch bekannter Schnitt nicht nur in Leder aufgemacht wird, ist auch nicht neu. Aber neu ist die Vielfalt: Ganz dickes, rupfiges Leinen, grober Cord, Hanfgewebe – und alles fast wie original Lederhose. Die typischen Lederhosenträger sind weg, Hosen passen gut, halten durch den Schnitt und werden mit Gürtel getragen, am besten mit auffallender Silberschnalle.

Apropos Cord: Gibt es auch für Kniehosen, ähnlich einstigen Bergsteigerhosen. Neue Berghosen gibt’s auch in funktioneller Sommerwolle.

Samt, Brokat, Jacquard

Für trachtige Herren-Styles gilt Ähnliches wie für Damen: Farben von Blau über Grau bis Grün, das auch mal heller und „saftiger“ ausfallen darf, dunkler bis schwarzer Samt, Brokate und andere Jacquardgewebe, bequemer Strick mit sportlichen Reißverschlüssen und legeren Kapuzen, Absteppungen in Kontrastfarbe, Ellbogenflecken auf Joppen und auch auf Hemden. Und durchgängig immer wieder die Lederhose oder ein Modell in ähnlichem Stil.

Seitenschnürer und Blumen-Sneakers

Auch bei den Accessoires tauchen Lederhosendetails auf, etwa auf weitenverstellbaren Clogs. Bei Herrenschuhen werden Seitenschnürer (die aus dem Allgäu stammen sollen) als „Selbstläufer“ bezeichnet. Für Damen stehen Ballerinas und Sneakers in Dirndl- und Karostoffen bereit, Pumps und Sling-Pumps mit Silberschnallen oder glänzenden Maschen.

Auch die Tasche passt: Aus kompaktem Leder in wertiger Handarbeit gefertigt, in festem Leinen oder wieder entdecktem Brennnesselstoff mit witzigem Motivdruck, Rucksäcke harmonierend zu leichten Dufflecoats und manches Dirndltäschchen wird auch gleich mit dem Dirndl mitgeliefert.

Da in der Trachtenmode so hübsche Knöpfe eingesetzt werden, lag die Idee, aus Hirschhorn-, Metall- oder bemalten Porzellanknöpfen Schmuck zu designen, nicht fern. Dem Allgemeintrend entsprechend, ist Schmuck jetzt minimalistisch, ein kleiner Berg, ein Miniherz oder eine zierliche Wappenlilie an einer feingliedrigen Kette entfaltet ihre Wirkung – weniger ist oft mehr! (+++)

 

*) Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG auf Frauen und Männer in gleicher Weise.