SCHLUSSBERICHT „Tracht & Country Herbst 2016“ in Salzburg: Alpiner Lifestyle hat immer Saison

31 Aug 2016

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 Messeimpressionen © Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

DIE MODISCHEN TRENDS:
Trachten für jede Lebenslage – alltagstauglich, businesslike, anlassgerecht

Internationale Branchenleitmesse mit mehr als 200 internationalen Ausstellern +++ Fünf Hallen ausgebucht +++ Zweimal täglich Trendmodenschau in der Halle 4 +++ Neue Ideen halten die Tracht jung +++ Schwerpunkt Bayern mit „Bayerischem Abend“ am Freitag: „O’zapft is“ +++

SALZBURG (31. August 2016). – Salzburg – Fachmessen - Tracht & Country: das sind drei Fixpunkte und drei Erfolgsgaranten. Den Wahrheitsbeweis trat die jüngste „Tracht & Country – Die Messe für alpinen Lifestyle““ an, die vom 26. bis 28. August im Messezentrum Salzburg über die Bühne ging. Mehr als 200 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten den 3.049 Fachbesuchern, davon rund 50 Prozent aus dem Ausland, die alpin-modischen Neuheiten für die Frühjahrs- und Sommersaison 2017

Ein stabiler Markt – eine stabile Branchenleitmesse

Die Herbstausgabe 2016 der „Tracht & Country“ war angesichts des allseits positiven Feedbacks ein voller Erfolg. Benedikt Binder-Krieglstein, Geschäftsführer von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg: „Der alpine Lifestyle stellt zwar in der Gesamt-Modebranche einen Nischenmarkt dar, aber es ist ein sehr lebendiges Segment in einem stabilen Markt. Das zeugt in mehrfacher Hinsicht von hoher Wertigkeit, was der positive Messeverlauf dieser internationalen Branchenleitmesse erneut bestätigt hat“. Diese Konstanz habe, so Binder-Krieglstein, seinen Grund darin, dass die Trachten- und Countrymode sowie deren moderne Spielarten stets authentisch sind, regional verwurzelten Traditionen folgen und durch wandelbare Individualität bestechen“. Salzburg ist für dieses Thema als Messeplatz prädestiniert, gilt doch die Stadt als unumstrittenes Zentrum der Trachtenmode im alpinen Raum. „Die ‚Tracht & Country‘ ist darüber hinaus ein Aushängeschild des gesamten österreichischen Fachmessewesens, denn sie ist nicht nur von Ausstellerseite, sondern auch von den Einkäufern her die internationalste Fachmesse Österreichs“, betont der Reed-Geschäftsführer.

Neuaussteller sorgten für neue Akzente

Da die Halle 1 des Messezentrums derzeit neu errichtet wird, fanden die zwei großen täglichen Modenschauen in Halle 4 statt. Dort waren dieses Mal auch das Alpine Lifestyle-Center, die Werkstätte für traditionelles Handwerk und ein Teil der Aussteller angesiedelt.

Zu den Stärken der „Tracht & Country“ gehört, dass sie jedes Mal neue Aussteller anzieht, die das Thema Tracht neu und unkonventionell interpretieren. Alpengewandt zum Beispiel ist ein junges Team aus Salzburg, das dem Ruf nach alltagstauglicher Trachtenmode Rechnung trägt und Bekleidung aus traditionellen Themen, die mit Lifestyle Elementen gepaart sind, entwirft. Dirndl, Hochzeitsdirndl, Kleider und Blusen der Designerin Annika Lommerzheim zeigte di Lommi Dirndl aus Bayern. Von der Magie der Region um St. Moritz lassen sich die Designerinnen von Heidi Couture inspirieren. Mona Ramsenthaler und Ines Valentinitsch kreieren zwischen Wien, Mailand und St.Moritz exklusive Dirndl und Trachtenjacken aus hochwertigen Naturstoffen mit aufwändiger Handarbeit und einzigartiger Stickerei.

Salzburg-Bayern – eine Nachbarschaft, die verbindet

Mit der Nachbarregion Bayern ist die „Tracht & Country“ in Salzburg seit Anbeginn freundschaftlich verbunden, schließlich teilen beide Regionen die Liebe zur Tracht mit Leidenschaft und Herzblut. Erste Gelegenheit dazu bot eine Modenschau am ersten Messetag, die mit dem Verein MODE MADE IN BAYERN begann. Die Interessensgemeinschaft steht für hundert Prozent regionale Produktion, Nachhaltigkeit, traditionelles Handwerk und qualitativ hochwertige Verarbeitung. Derzeit gehören dazu: Astrifa Strickwaren, Aidenbach; Stephan Barbarino Dirndl, Burghausen; Angelika Böhm Dirndl, Waldkraiburg; Pezzo-Strick, Unterammergau; Rockmacherin, Schondorf und Zopf & Falte Freising.

Bayerischer Abend

Die zweite Gelegenheit, Bayerisches zu genießen, ergab sich beim traditionellen Branchenabend, der unter dem Motto „O’zapft is“ stand. Musikalische bayerische Schmankerl der „Seehofmusi vom Ammersee“ und exakt choreografierte Vorführungen der Tanzgruppe des „Trachtenerhaltungsverein Kirchanschöring riefen ebenso Begeisterung unter den 350 Gästen hervor wie die deftig kulinarischen Köstlichkeiten.

Die nächsten Branchentermine

Nach der Messe ist bekanntlich vor der Messe. Die nächsten Branchentermine von Reed Exhibitions sind deshalb bereits fixiert. Am 24. und 25. Jänner 2017 steht in der Brandboxx in Salzburg die „Tracht & Country Premiere“ auf dem Programm, und vom 24. bis 26. Februar 2017 wird im Messezentrum Salzburg die Frühjahrsausgabe der „Tracht & Country“ in Szene gehen, auf der die neuesten Kreationen für die Herbst-Wintersaison 2017/2018 im Mittelpunkt stehen.

DIE MODISCHEN TRENDS:

Trachten für jede Lebenslage – alltagstauglich, businesslike, anlassgerecht
Wenn eine Trachtenfachmesse schon seit Jahrzehnten besteht, hat es etwas zu bedeuten. Und wenn Salzburg bis vor 200 Jahren eins war mit Bayern, verbindet heute die – annähernd – gemeinsame Trachtenmode ganz stark zwischen den nunmehrigen Nachbarländern.

Trachtenmode, Landhausmode, Country Style … die Wurzeln sind verwoben, man fühlt sich verwandt, beheimatet, ganz nah.

Und man findet verstärkt zurück zu eben diesen Wurzeln, zu Stil und Qualität, Einfachem und Kleidsamen. Tracht erobert sich die Alltagstauglichkeit zurück, wird spontan und verjüngt, bequem-leger, frisch-fröhlich ohne Übertreibungen. Regionale Fertigung wird gerne betont, die handwerkliche Note hervorgehoben.

Dirndl und Hitzg’wandl

Für Sommer 2017 nimmt neuerlich das Dirndl den größten Part im Gesamtangebot ein. Unkompliziert, wie seit Jahrzehnten nicht mehr! Man trägt es mit Bluse, aber an heißen Tagen wird das Dirndl ganz einfach ohne Bluse zum ärmellosen „Hitzg’wandl“ umgewandelt. Nahezu vergessen sind die übermächtigen Balkonette-Dekolletés. In neuer Dezenz tauchen hoch zu schließende (aber meist ein paar Knöpfe offen getragene) Dirndln auf, vergleichsweise schmucklos, edel garniert, in sanften Farben – man könnte meinen betont sophisticated, ohne Trara. Und das macht die Dirndln so raffiniert sexy – unaufdringlich im Sinne von „Weniger ist mehr“, im Sinne von „Zuviel zeigen törnt ab“ oder, wer weiß?, im Sinne von „Unschuld zieht an“? Jedenfalls rückt die Trägerin in den Vordergrund.

Wie auch immer: Die große Zeit der Dirndl ist gekommen!

Weniger ist mehr, Gespür ist gefragt

Natürlich gibt es auch die wippenden Minirock-Dirndln mit unverhohlen tiefen Einblicken; doch selbst die „Wies’n-Dirndln“, bekannt durch ihre quietschvergnügte Offenherzigkeit, halten sich fast „g’schamig“ zurück. Sogar sie nehmen Anleihen an der neuen aktuellen Farbpalette, die sich rund um weiche, helle Grautöne, gedämpftes Rosé, pastelliges Creme bis Hell-Nugat und Baby-Camel reiht, dazu zartes Hellblau bis stählernes Mittelblau und Blaudruck-Blau, sowie Erbse und Pistazie bis Petrol als kühle Pendants.

Mehr Unis denn je, Faux Unis, kleine Webmuster, gedruckte Tupfen und Streifendessins, Streublümchen oder große, folkloristisch angehauchte Streublumen, meist auf naturweißem Grund. Und immer wieder Borten und Bordüren, vortrefflich im gekonnten Mustermix.

Einige Bespiele verdeutlichen den Trend, bei meist Knie umspielender Länge: Leib und Rock uni in Grau, hoch geschlossen, Blaudruck-Schürze, einfache weiße Bluse mit halblangem, schmalem Ärmel. Süßes (aber nicht grelles) Zuckerlrosa fürs Dirndl, einfache Schürze in Natur und dazu ein taillenkurzes Strickjäckchen in Zimt mit rosa Musterbordüre. Das beigefarbene Uni-Dirndl mit Kelchkragen, im Farbton angepasst die Schürze mit Blumenbouquets; oder Rosen auf weißem Fond, der Rock in grau und die rosa Uni-Schürze mit schlichter Bandborte am Saum.

Neue Bescheidenheit – oder stilvoll selbstsicher?

Weniger als bisher glitzert es – wenn, dann meist auf die Schürze beschränkt, die jetzt ohnehin zur kreativen Spielwiese wird; so sieht man hier auch Transparenz, mit Spitze, allover oder partiell, es glänzt und glitzert – aber: in Maßen! Auch kleine Knöpfe glitzern gelegentlich, und überhaupt: Knöpfe fangen Blicke, wenn sie klein und vielzählig übereinander gereiht sind, am liebsten in Silber. Verschlussleisten können auch verdeckt sein (etwa hinter schlichten Samteinfassungen); Verschnürungen mit Satinbändern treten unter dem Motto der neuen Bescheidenheit seltener auf.

Klassische „Froschgoscherl“-Borten sind weniger an ihren Stammplätzen, den Dekolletés vertreten – nun zieren sie in schmaler Ausgabe Rocksäume oder betonen Abnäher in Kontrastfarbe.

Feierlich und edel, hochwertig und variabel

Ein dunkelblaues Dirndl erlaubt sich eine Schürze in leuchtendem Pink und ebensolches Strickjäckchen dazu. Und Petrol findet in der Brokatwebe mit Gold zusammen, die Schürze ist in stahlblauem Taft gehalten, für die Bluse wurde Spitzenstoff verarbeitet. Unendlich edel: Der klassische Dirndlschnitt für ein Modell in dunkelbraunem Wildleder, präsentiert ohne Bluse, ergänzt durch eine braune changierende Seidentaftschürze.

Zu den Dirndln passen die kleinen Strickjackerln und Spenzer mit angesetzten Schößchen, die die Figur betonen. Neu: Im Rücken ausgestellte Kurzjäckchen, teils mit Quetschfalte, die zum Dirndl eine neue Silhouette ergeben. Wichtig im Kommen: Stolen zum Dirndl, meist in (Ajour-)Strick.

Die Dirndl-Vielfalt wird ergänzt durch Kombinationen aus Rock & Bluse, Rock & Spenzer, alles für Alltag und/oder Festlichkeit kreiert. Manche Dirndl werden ohne Schürze zum Kleid, um die Taille eine Schärpe geschlungen. Im Aufwind der Dirndl ziehen sommerliche „Waschkleider“ mit, manchmal an die 1950er und 60er Jahre erinnernd – und doch wieder ganz anders als damals.

Lederhosen für starke Kerle und gleichberechtigte Girls

Da die Lederhose die Männerwelt fest im Griff hat, mögen gleichberechtigte Girls auch nicht darauf verzichten: Bewegungsfreiheit in Lederhose, -shorts, -hotpants, dazu Blusen und Motivshirts, Mieder und Bustiers. Und, psst, im Vertrauen: Nicht jede „Leder“-Hose ist aus echtem Leder, wenn auch sehr „echt“ wirkend.

Ach ja, die Lederhose der Männer: Nicht wegzudenken! Bermuda-lang, anliegend oder wieder etwas hautferner, durch „Patina“ aufgehellt, gedunkelt oder „speckig“, in allen natürlichen Lederfarbtönen und zusätzlich in hellem Mode-Grau. Meistens bestickt, aber nicht zwangsweise. Wenn bestickt, dann oft recht bunt, mit bisher untypischen Motiven, nebst Ranken, Hirsch und Gams, nämlich mit Jaga-Figur oder heimischen Piepmätzen von Blaumeise bis Rotkehlchen. Wertig: Plastische Stickerei, ohne Farbfaden – Ranken und Wildtier erheben sich im fühlbaren Spiel von Licht und Schatten.

Zur Ledernen trägt der Mann ein weißes Hemd, eher schlicht, oder Karo- und Streifenhemd. Geht es salopp einher, passen Shirts mit Druckbildern.

Abseits von lockeren Terminen sind Gilets ein stilsicheres Muss, kleine Muster in Jacquards und viele, viele kleine Silberknöpfe, im Rücken Taft mit Dragoner. Eine Loden-Joppe, mit etwas gewagtem Grün für den höher angelegten Stehkragen, dazu Jeans mit „Knitter“-Effekt. Zur groben, melierten Leinenjacke in Rindenbraun mit grünen Paspeln und Besätzen und Hornknöpfen kombiniert man ein Brokatgilet in bräunlicher Ton-in-Ton-Farbgebung und eine schwarze Knie-Lederhose. Oder: Mittelgrüne Leinenjacke, Gilet aus Ausseer Druckstoff mit winzigen Hirschhornknöpferln passt zur naturfarbenen Ledernen.

Doch auch bei Herren lässt sich modischer Anspruch nachweisen: Tiefer Schritt und Bündchen an den Fußsäumen und Lampassen machen die Webmusterhose zu einer steirischen „Free Style“-Hose. Dass sportliche Jogginghosen die Damenmode erreicht haben, zeigt sich in der Trachtenmode etwa an der Bündchenhose mit Blaudruckdessin.

Accessoires zur Vollendung

Zur Vollendung tragen die überaus wichtigen Accessoires bei: Hüte sind in – für den Sommer in Stroh mit natürlichem Glanz oder Kunstfaserbeimischung, mit ganz kleiner oder breiter Krempe. Das gilt für Damen und Herren gleichermaßen. Jagd- und Wanderhüte bieten Schutz und beweisen Stil.

Hirschleder wurde als „Stoff“ für Reisetaschen und Aktenkoffer gesichtet. Felltaschen und Fellgürtel geben sich urig, Canvastaschen mit Hirschmotiven sind teils mit Leder kombiniert, von Hand bestickte Edelweiß-Hosenträger verweisen auf das Allgäu als Provenienz, Holzuhren sind nicht nur für Holzfäller gedacht. Und wenn es regnet, spannt sich ein Schirm mit Hirschmotiv schützend über die Trägerin, die allerdings auch ein Modell mit buntem Federnprint wählen könnte. Oder einen klassischen Trachtenschirm in Uni mit simpler Streifenbordüre. Sie könnte sich auch für einen feierlichen schwarzen Rüschen-Trachtenschirm entscheiden. Lodenschirme mit stabilen Stock dienen zusätzlich als Gehhilfe, ob sie nun einen Hirsch eingestickt haben oder ganz blank sind – ein eleganter Begleiter auch für Herren.

Haferlschuhe, kräftige Schuhe mit Edelpatina, zahlreichen Ösen und breiten Bändern, halb- oder knöchelhoch, gibt es für Herren und für Damen. Ebenfalls für beiderlei Geschlecht finden sich „Gras“-Flip flops eines jungen Start ups, das durch Einsatz von Kunstrasen ein Gehen wie auf der Wiese suggeriert.

Damen werden sich auch mit bunten Dirndl-Ballerinas, eleganten Pumps mit Bleistift- oder neuem Blockabsatz wohlfühlen, zart eingesetzter Glitzer oder Metallisé-Effekte veredeln durchlochte Pumps; alternativ dazu fügen sich puristische Flamenco-Schuhe mit Riemchen in nahezu jedes Outfit. (+++)

*) Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

Alle weiteren Informationen sind stets aktuell unter www.trachtsalzburg.at/herbst abrufbar. (+++)

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Paul Hammerl
Mag. Paul Hammerl

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