S C H L U S S B E R I C H T Tracht & Country Herbst 2017 - Alpiner Lifestyle im Konjunkturhoch

05 Sep 2017

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Messeimpressionen © Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

 

DIE MODISCHEN TRENDS:
Sanfte Mischfarben versus Kontraste

 

SALZBURG (4. September 2017). – Während sich der diesjährige Prachtsommer mit einem markanten Wettersturz verabschiedete, zauberten am vergangenen Wochenende (1. bis 3. Sept. d.J.) die Tracht & Country bereits  modisches Frühjahrs- und Sommerflair in die Hallen des Messezentrum Salzburg. Zur Herbstausgabe 2017 der Weltleitmesse für alpinen Lifestyle konnte Veranstalter Reed Exhibitions mehr als 220 Aussteller aus dem In- und Ausland begrüßen. Sie präsentierten den insgesamt 3.328 Fachbesuchern (+ 9% zu T&C Herbst 2016) - Einkäufer, Trendscouts und Geschäftsinhaber aus zahlreichen EU- und Nicht-EU-Ländern, sogar aus Canada, den USA und Fernost - ihre neuesten Kreationen und Kollektionen für Frühjahr und Sommer 2018.

 

Who’s who des alpinen Lifestyles plus 30 neue Labels

Alles, was Rang und Namen in der Tracht und Mode des alpinen Lifestyles hat, war wieder vertreten. Dazu gesellten sich als Erstaussteller 30 neue Design- und Modelabels, die die Tracht & Country als internationale Bühne für den Markteintritt nutzten.

 

2018 wird die 100. Tracht & Country gefeiert

Angesichts des einmal mehr starken Branchenauftritts, des positiven Feedbacks durch viele Aussteller und – gegenüber Herbst 2016 – eines Plus‘ von gut neun Prozent in der Besucherbilanz, wertet Reed Exhibitions Geschäftsführer Benedikt Binder-Krieglstein die Tracht & Country Herbst 2017 zu Recht als vollen Erfolg: „Die rege Kundennachfrage nach Tracht und alpinen Lifestyle geht in die Verlängerung. Auch die kreativen Neuinterpretationen der Tracht durch junge Designer zielen mehr auf Beständigkeit ab, zeugen von ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Thema Tracht und dem kulturellen Hintergrund des alpinen Lifestyles, durch den sich generell ein breites Spektrum an modischen Ideen und Akzenten eröffnet. Der erfolgreiche Verlauf der Messe bildet zugleich die beste Ausgangsposition für das Jahr 2018, in dem es das Jubiläum der hundertsten Ausgabe der Tracht & Country zu feiern gibt.“

 

Parallel zur Tracht & Country fand in Halle 10 die creativ salzburg Herbst 2017 statt, auf der mehr als 200 internationale Aussteller die neuesten Produkte, Ideen und Trends aus der Welt der schönen Dinge vorstellten, wobei die Angebotspalette von Geschenkartikeln, Wohnaccessoires, Design- und Lifestyleartikel über Papier- und Schreibwaren, Floristik, Bastelbedarf und Kunsthandwerk bis hin zu Souvenirs, Glas, Porzellan, Keramik, Trend- und Plüschartikel, Spielwaren und Modeaccessoires reichte.

 

Unser Marktplatz – wo Tracht & Country und creativ einander begegnen

In der Halle 1 der Tracht & Country befanden sich nicht nur das Alpine Lifestylecenter, das Trachtendorf und der Laufsteg für die Trendmodeschauen, sondern auch der Marktplatz. Mehr als 20 Unternehmen stellten sich hier vor, die nachhaltig produzieren, handeln und denken, sich ihrer Region verpflichtet fühlen – vom Rohstoff bis zur Arbeitskraft – und denen Qualität und Tradition wichtig sind. Wie es sich für einen Marktplatz gehört, konnte man hier auch ordern. Somit konnten die Fachbesucher ganz nebenbei tolle Produkte aus der Region für ihre Verkaufsräume und ihre Kunden entdecken. Der Marktplatz verband durch seine zentrale Lage das Beste aus den Welten der Tracht & Country und der in Halle 10 stattfindenden creativ salzburg. Folgerichtig war Unser Marktplatz für die Fachbesucher beider Messen zugänglich und erwies sich vom ersten Messetag an Publikumsmagnet. „In der Idee des Marktplatzes steckt noch einiges an Potenzial“, unterstreicht Reed Geschäftsführer Benedikt Binder-Krieglstein.

 

Branchenabend mit Gstanzlsingen und Country und Folk

Die Halle 1 war am Freitag nach Messeschluss auch Bühne für den Branchenabend, bei dem dieses Mal Gstanzlsingen angesagt war. Keine Geringere als die Siegerin des Red Bull Gstanzlsingens, Renate Maier, imponierte durch gekonnte Improvisation und animierte die rund 360 Gäste zum Mitreimen. Die passende instrumentale Begleitung lieferte die Tanzlmusi aus dem Salzburger Pongau. Anschließend setzte Entertainer Wolfgang Schweinsteiger das Programm live mit Country und Folk fort.

 

Die nächsten Branchenevents

Zunächst steht allerdings als nächster Branchentermin die Tracht & Country Premiere, die Pre-Show für alpinen Lifestyle, in der brandboxx Salzburg auf dem Programm; Termin: 23. und 24. Jänner 2018. Vom 2. bis 4. März 2018 geht im Messezentrum Salzburg die Frühjahresausgabe der Tracht & Country in Szene. 

 

DIE MODISCHEN TRENDS:
Trachtenmode als Evergreen

Auch im Frühjahr und Sommer 2018 werden wir Dirndl- und Lederhosenzeiten erleben! Trachtengrün wird zum Evergreen – aber das ist nicht alles. Neue Farben sind längst hinzugekommen, und aus den breiten Paletten entwickeln kreative Köpfe Saison für Saison neue Nuancen, aktualisieren Farbstimmungen und zaubern ländliche Atmosphären.

 

Frisch und sommerlich, pastellig und beinahe zart fallen die Farben nun aus, kaum Grelles oder Knalliges sticht hervor, nichts Schweres oder Düsteres – und auch nichts Langweiliges. Partiell werden Akzente gesetzt: Paspeln und Besätze, Kragenpartien, Borten und Bordüren sind in Kontrastfarben angebracht, in Pink oder Gelb, Kobaltblau, Olivgrün oder Rot.

 

Sanfte Mischfarben versus Kontraste

Allgemein dominieren Mischfarben: softes Beige mit Rosa-Stich wird jetzt weiter getönt zum zarten Gold-Vanille-Ton, kombiniert mit Muskat oder gerne auch mit Dunkelrot – aber unaufdringlich, in feinen Ranken und kleinen Musterungen. Manche Kollektionen erinnern an kühle „Salzkammergutfarben“ mit erfrischenden Blau-Türkis-Variationen, stets mit sauberem Schneeweiß, auch mal mit Himbeere. „Überstaubtes“ Türkis und wie von Puder überzogenes Lindgrün täuschen schüchterne Zurückhaltung vor. Intensiver wird es mit den knalligen satten Türkistönen, die fast schon ins Petrol überleiten. Und das klassische Blaudruck-Blau steht mittendrin.

Abgesehen von großzügigen Folklore-Rosen und Blüten (die auch mal intensiver leuchten) auf hellem Fond hat sich die Musterszene beruhigt: Unis und Leinen-Melés für Dirndln, viele kleine Tupfen und Streublumerl, zunehmend auch Liberty-Blümchen für bunte Blusen und Röcke. Manche Dirndlstoffe, Borten und Schnürbänder erinnern an Tapezierungen von Polstermöbeln. 

 

Dirndlschnitt ist Dirndlschnitt?

Wer meint, an klassischen Dirndln ändert sich nichts, irrt. Neben deutlichen Neu-Schöpfungen wie etwa Reverskragen am Dekolleté spielen sich viele Veränderungen im Feinen ab: winzige Ärmelchen über die Schulter oder verschmälerte Schulterpartien für Dirndl, die mit oder ohne Bluse zu tragen sind. „Hitzg’wand’ln“ nannte man die ärmel- und blusenlosen Dirndln, die für unsere heißen Sommer nun wieder en vogue sind. Dirndln mit hoher Fasson werden weiter gestylt, geöffnet aber nicht dekolletiert – raffiniert unaufdringlich, selbst wenn auch unter solch „keuschen“ Dirndln ein Push up-BH getragen wird, was einer der Anbieter als unabdingbar einstuft.

 

Alles wird dezenter – und umso raffinierter

Was auf den ersten Blick so gediegen und dezent aussieht, erweist sich als äußerst raffiniert. Ein weit schwingender Rock muss nicht mini kurz sein, um sexy zu wirken, ein Ausschnitt muss nicht „fast alles“ zeigen, was sich sittsam verbirgt, ein Dirndl muss nicht aufgebrezelt sein, um jung und fröhlich zu wirken. Natürlichkeit wird zelebriert, in dosierter Zurückhaltung. Aber mit Pfiff.

Bestickte Tüllschürzen, seiden glänzende Bänder und Maschen, naturweiße Jacquardgewebe, Brokat in Karmasinrot mit hell eingewebten Florals unterstreichen die damenhafte oder feierliche Ausprägung.

 

Lederhosen – nicht nur aus echtem Leder

Das männliche Gegenstück zum Dirndl, die Lederhose, wird kaum mehr mit Hosenträgern getragen, sondern bevorzugt mit Gürtel – desgleichen die „Kurzen“ und die Lederpants für Damen, gesehen mit Herzgürtelschnalle. Auch der Latz ist kein Muss mehr: wer lange sitzt, etwa ein Jäger auf dem Hochstand, mag keinen Latz.

Neben all den Lederqualitäten in natürlichen, aber meist patinierten Rau-Versionen, von Beige über Nuss bis zum dunklen Rindenbraun und Fast-Schwarz sind auch glatte Leder verstärkt im Angebot. Neu, sowohl rau als auch glatt: helle Grautöne. Wer auffallen möchte, steigt in eine gescheckte Kuhfell-Lederhose.

Die Formvorlage der Lederhose findet sich in aufgerautem Canvas wieder – beliebt in der Gastronomie – waschbar, leichter und kühler als Leder. Aber optisch wie eine Lederhose.

Jeans in Lederhosenmanier, üppig bestickt, gibt es als Shorties und bis über die Knie, für Damen und für Herren.

Lederröcke sind eine Alternative – knielang und gerade oder leicht ausgestellt, oder als wadenlanger Glockenrock. Und eine vermeintliche Lederhose erweist sich bei näherer Betrachtung als Rock.

 

Jacken und Joppen

Grobe Baumwollstrukturen und Leinengewebe geben sich als solche zu erkennen oder täuschen durch ihre Stoffbearbeitung rustikales Leder vor. Andererseits wird auch auf den changierenden Glanz von Leinen gesetzt, komfortunterstürzt durch elastische Anteile.

Damenjacken betonen die Figur, verblüffen mit speziell konstruierten Ärmeln oder sind salopp wie Joppen. Ein Beispiel für eine aristokratische Herrenjoppe: Stahlblaues Leinen mit Glanz in kompakter Linienführung, an den Rändern abgesetzt mit hellem Stahlgrau, schlank und über die Hüfte geschnitten, im Rücken mit einem eingebauten Dragoner auf Taille angepasst, mit vielen Silberknöpfen bestückt. Dazu eine grau patinierte Lederhose bis zum Knie.

Und darunter der Hit für alle Trachten-Herren: Natürlich ein Gilet! Fast ein Stilgesetz für 2018: Nichts ist formlos, nichts schlabbert. Joppen haben Korpus.

 

Gilets und Mieder

Gilets gibt es jetzt in Hülle und Fülle: die Front in schwarzem, nachtblauem oder dunkelgrünem Samt mit feinen Glanzsprenkeln oder Mini-Stickereien, im Rücken glänzende uni Seide, wie überliefert. Da ändert sich oft etwas: Rücken in mattem Stoff, uni oder gemustert, die Vorderseite in Blaudruck mit Lederdetails, oder in rupfigem Hanf, grober Baumwolle, haarigem Loden oder strukturiertem Leinen. Oder die Vorderseite ist aus glänzendem Seidenbrokat in All-over-Dessin gefertigt, im kräftigen Materialkontrast zur sportlichen Lederhose stehend.

Auch unter einer hüftbedeckenden Grobstrickjacke mit Zopf- und Rautenmuster trägt der Mann ein Gilet. Unter den legeren Hoodies aus Strick oder Walk wird auf ein Gilet natürlich verzichtet.

Ein nostalgisches Kombi-Beispiel für Herren: Tweed-Knickerbocker, Fischgrat-Jacke, weißes Hemd mit Strickkrawatte und – wie sollte es anders sein? – ein Seidengilet.

Die weibliche Variante des Gilets ist das Mieder, auf das ebenfalls nicht verzichtet werden kann. Frau trägt es zu Hosen aller Arten und zu den immer beliebter werdenden Röcken, die meist mit Passe auf der Hüfte aufliegen und in Falten gelegt oder gezogen aufspringen. Die Bezeichnung „Mieder“ kann irreführend sein, denkt man an Wäschemieder. Denn die Trachtenmieder sind zwar körpernah, aber nicht einschnürend.

 

Elegant komplettiert

Mit steigendem Gefühl für Eleganz werden auch wieder mehr Hüte getragen – klassische Strohhüte für Herren, vielerlei Formen für Sommerhüte der Damen, etwa die Stoffhüte à la „Sommerfrische“ der 1950er Jahre.

Beim Schuhwerk werden Trachtenklassiker modifiziert – Haferlschuhe für Damen werden weiblicher, Sneakers für Damen und Herren erhalten durch Dirndl- und Krawattenstoffe Trachten-Appeal. Clogs und Holzpantoletten ermöglichen dank Flexi-Einsatz einen leichtfüßigen Gang.

 

Dass Kinder in all den Bereichen mithalten, wie Mami, wie Papi, nur klein und niedlich, versteht sich: karierte Bluserln und verzierte Dirndln, Puffärmeln und mini Carmenärmel oder für die Buben flotte Poloshirts mit karierten Besätzen oder glänzend aufgestickten Traktoren.

Apropos Motive: Hirsche erhalten Gesellschaft durch heraldischen Panter und Lindwurm, gestickt in Kreuzstich, der eine Renaissance erlebt.

Neuartige Hirsche und Trachtendackel sowie Almrausch-Nostalgie-Motive schmücken Öko-Leinentaschen, -bags- und –beutel. Warum diese nicht auch mal zum kleinen Schwarzen tragen? (+++)

 

*) Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

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